Unsere Arbeit
Hier erhalten Sie einen Überblick über unsere tägliche Arbeit mit den Tieren und über die jahreszeitlichen Arbeiten auf dem Feld.
Mit der Schweine- und Bullenmast sowie der Legehennenhaltung sind wir als Familienbetrieb breit aufgestellt. Mit ganz viel Spaß und Leidenschaft verrichten wir unsere abwechslungsreiche und spannende Arbeit an sieben Tagen in der Woche, bei jeder Wetterlage.
Schweine
Seit 2006 halten wir Schweine zur Mast. Mit ca. 25 kg stallen wir die Ferkel in saubere, desinfizierte und vorgeheizte Ställe ein. Um die hygienischen Standards zu gewährleisten und Krankheiten vorzubeugen, halten wir zwei Altersgruppen. Zur Beschäftigung ist in den Ställen allerlei Spielmaterial (Seile, Beißbälle etc.) angebracht. Je nach Wachstumsphase erhalten die Ferkel altersentsprechendes Futter. Wir stellen das Futter für die Schweine aus unserem eigenen Getreide her. Dieses reicht für ca. die Hälfte der Tiere. Für die andere Hälfte wird von regionalen Landwirten sowie Agrarhändlern Getreide zugekauft. Mit einem Lebendgewicht von ca. 120 kg werden die Schweine zum Schlachthof nach Hamm verkauft. Hier sind uns kurze Transportwege wichtig.
Unser gesamtes Schweinesystem unterliegt den QS-Kontrollen. Außerdem arbeiten wir eng mit einer Tierarztpraxis zusammen, die in regelmäßigen Abständen bei uns auf dem Hof ist.
Bullen
Im Jahr 2015 wurde unser Bullenstall fertig gestellt. Alle 5 Wochen erhalten wir ca. 4 Wochen alte Fleckviehkälber. Diese Rasse eignet sich besonders gut zur Mast. Zunächst werden die Kälber auf Stroh eingestallt und neben speziellen Kälberfutter erhalten sie sieben Wochen lang Milch. Diese können sich die Kälber zu jeder Zeit selbst am Milchautomaten abholen. Bis die Kälber ca. 6 Monate alt sind, bleiben sie bei uns am Hof. Danach ziehen sie in den ca. 500m vom Hof entfernten Bullenstall um. Zweimal täglich wird das Futter, bestehend aus Maissilage, Stroh und fertiger Getreidemischung, mit dem selbstfahrenden Futtermischwagen frisch hergestellt. Mit 20 Monaten haben die Tiere ein Lebendgewicht von ca. 720 kg und werden zum Schlachthof nach Hamm verkauft.
Unsere Bullenmast unterliegt ebenfalls dem QS-System.
Ackerbau im Frühling
Eine wichtige Aufgabe im Frühjahr ist das Ausbringen der Gülle auf den Feldern, denn jetzt erwachen die Pflanzen aus der Winterruhe und benötigen Nährstoffe zum wachsen. Das Ausbringen der Gülle unterliegt strickten Regeln. So darf, wenn es die Wetterlage zu lässt, erst ab dem 01. Februar mit dem Ausbringen der Gülle begonnen werden. Unsere Gülle von den Schweinen und Bullen bringen wir mit sogenannten Schleppschläuchen bodennah aus. Diese Technik vermindert den Verlust der Nährstoffe an die Luft, verteilt die Gülle gleichmäßig auf das Land und minimiert die Geruchsbildung. Und auch wenn die Gülle manchmal ganz schön stinkt, sollte man nicht vergessen, dass sie ein natürlicher Dünger ist und dabei hilft, Kunstdünger einzusparen und die Umwelt zu schonen. Auch die Maßnahmen zum Pflanzenschutz finden jetzt statt und sind wichtig für eine gute Ernte im Sommer. Außerdem wird Ende April der Mais gelegt. Dieser ist die Hauptfutterquelle für unsere Bullen.
Die Erntezeit im Sommer
Wenn es im Juni die ersten warmen und trockenen Tage gibt, werden unsere Grünflächen gemäht. Aus dem Gras entstehen Siloballen, die als Winterfutter für unsere Bullen und Schafe dienen. Im Juli steht dann die Getreideernte im Mittelpunkt. Nacheinander werden Gerste, Raps und Weizen gedroschen. Dabei muss immer auf die Wetterlage geachtet werden, denn das Korn darf nicht zu nass sein. Und so ist es schon fast normal, dass bis spät in die Nacht hinein die Mähdrescher auf den Feldern laufen. Nach dem Dreschen wird das Stroh von Weizen und Gerste eingefahren, denn es dient das ganze Jahr über als Einstreu und zum Fressen. Im Anschluss werden die Länder gegrubbert, bevor Mitte August bereits wieder der Raps für das nächste Jahr gesät wird. Außerdem bestellen wir einige Felder mit Zwischenfrüchten, wie
z. B. Kleegras. Diese Flächen weiden im Herbst und Winter unsere Schafe und Hühner ab. Mitte Februar werden sie dann umgepflügt und für den Maisanbau vorbereitet.
Was muss im Herbst beachtet werden?
Im Herbst werden zunächst die Länder mit modernen Bodenbearbeitungsgeräten bearbeitet. Anschließend erfolgt die Aussaat von Gerste und Weizen.
Besonders wichtig ist für uns die Maisernte, die nun viel Zeit in Anspruch nimmt. Die gehäkselten Maispflanzen werden mit Ladewagen direkt in die großen Silos am Bullenstall gebracht. Damit der Mais lange haltbar bleibt, wird er sofort mit unseren Traktoren festgefahren. Diese Arbeit beginnt früh morgens und endet erst abends, nach Sonnenuntergang. Sie erstreckt sich über mehrere Tage. Auch hier muss auf eine trockene Wetterlage geachtet werden.
Winterzeit - ruhigste Zeit?
Im November werden die Länder, auf denen im kommenden Jahr wieder Mais angebaut wird, gepflügt.
Außerdem werden die Maschinen, die im Winter nicht benötigt werden gesäubert und gepflegt. Neben der täglichen Versorgung der Tiere ist nun etwas mehr Zeit für anstehende Büroarbeiten.